
Im Tarifkonflikt zwischen der GdF und der Fraport AG verhärten sich die Fronten immer weiter. Nach Scheitern der erneuten Tariefverhandlungen hat die GdF alle ihre Mitglieder aufgerufen, die Arbeit ab Sonntag 21.00 Uhr bis Donnerstag um 05.00 Uhr niederzulegen. +++ mehr
Mit der erneuten Aufnahme von Streiks verdeutlicht die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) ihre egoistische Haltung zulasten Dritter. „Die GdF-Funktionäre haben sich vergaloppiert und dass müssen jetzt wieder die Passagiere, Fluggesellschaften und Beschäftigen ausbaden. Ein erneuter Streik ist völlig überzogen und nicht nachvollziehbar. Zumal die GdF-Führung die von ihr bislang selbst geforderte Angleichung an die Münchner Tarifniveaus, die Fraport in den Verhandlungen angeboten hat, weiterhin ablehnt. Wir fordern die Leitung der GdF auf, ihre hohen Forderungen im zweistelligen Prozentbereich zu überdenken, die Streikmaßnahmen zu beenden und das gute Angebot anzunehmen“, erklärte ein Fraport-Sprecher.

Das vorgelegte Angebot der Fraport beinhaltet immer noch deutliche Anpassungen, die bei der Verkehrszentrale über dem Münchner Tarifniveau liegen würden. Die Vorfeldaufsicht liegt bereits heute deutlich über diesem Niveau, weshalb dieser Bereich im bestehenden Tarifgefüge der Fraport verbleiben soll. Die geforderte Angleichung für die Vorfeldkontrolle an das Münchner Niveau hat Fraport erfüllt. Operativ hat sich Fraport weiter gut vorbereitet, auch im Fall weiterer Streiks, den Flugbetreib weitestgehend aufrecht zu halten. Die Vorkehrungen der Fraport haben sich bisher sehr gut bewährt. Über 80 Prozent der Flugbewegungen konnten an den bisherigen ganztägigen Streiktagen sichergestellt werden. Der interkontinentale Flugverkehr wurde ohne Einschränkungen durchgeführt. Im Terminalbetrieb kam es zu keinen erhöhten Wartezeiten. Für den ab Sonntag, 21 Uhr angekündigten Streik erwartet Fraport wieder ähnliche Werte. Fraport ist gut gerüstet und mit den getroffenen Vorbereitungen auch in der Lage, längere Streikphasen durchzuhalten. Bei der Abwicklung des Flugbetriebs hat die Sicherheit höchste Priorität und ist jederzeit gewährleistet.
Fluggäste werden gebeten, sich frühzeitig mit ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluggesellschaft in Verbindung zu setzen und sich über die Verkehrsnachrichten im Hörfunk und TV-Videotext zu informieren. Bei Rückfragen steht ebenfalls das Fraport Communication Center unter der Nummer 01805-3724636 zur Verfügung.
Quelle: Fraport PR Bild: Fraport AG Fototeam Andreas Meinhardt
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