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Mittwoch, den 15. Februar 2012 um 12:34 Uhr |
Nach dem friedlichen 13. Februar bereitet sich nun die Stadt Dresden auf den 18. Februar vor. Am Samstag sind zwei große Demos gegen Rechts geplant. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind noch keine Aufmärsche der Rechtsextremisten angemeldet, dies ist allerdings noch bis zum Donnerstagabend möglich. +++ mehr
Die Arbeitsgruppe 13. Februar ruft alle Bürger der Stad zur gemeinsamen Kundgebung in Sicht- und Hörweite am 18. Februar 2012 auf. So wird es eine Bühne am Schlossplatz geben.
Moderieren wird die Veranstaltung der Chefdramaturg des Staatsschauspiels Robert Koall. Hauptredner wird der ehemalige Bundespolitiker Dr. Hans-Jochen Vogel sein. Er war Oberbürgermeister von München, Bundesminister und Regierender Bürgermeister von Berlin; von 1995 bis 2008 war Vogel Mitglied im Kuratorium zum Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche. Er gründete 1993 den Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“, der sich seit den rassistischen Übergriffen Anfang der 90er zivilgesellschaftlich engagiert. Sprechen wird auch Nora Lang, Überlebende der Angriffe am 13. Februar 1945 auf Dresden, sowie der 86-Jährige Eugeniusz Kolodziejczyk aus Wielun, der die deutschen Bombenangriffe auf die polnische Stadt überlebte.
Musikalische Beiträge kommen von Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel, der Dresdner Band FunkoMando sowie den Perkussions-Künstlern Friedemann Mütze und Ulrich Gerbeth. Außerdem wird es eine Präsentation des Pirnaer Schulprojekts „Worte an die Menschheit“ geben. In dem Projekt haben die Schüler dreier Schulen in Pirna für die Veranstaltung am 18. Februar ihre eigenen Bilder und Worte an die Menschheit entwickelt. Die Veranstaltung beginnt 13 Uhr. Im Anschluss an das Bühnenprogramm ist ab ca. 14.30 Uhr eine Demonstration rund um die Altstadt bis zur Dresdner Synagoge geplant. Dort wird es eine Abschlusskundgebung geben. Versammlungsleiter ist der derzeitige Superintendent des ev. Kirchenbezirkes Dresden - Mitte, Dr. Michael Schneider.
Dresden wird am 18. Februar ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und gegen Gewalt setzen - unabhängig davon, ob es an diesem Tag rechtsextremistische Aufmärsche gibt oder nicht. Frank Richter, Moderator der AG 13. Februar: „Wir brauchen die Rechtextremisten nicht in der Stadt. Auch wenn sie nicht kommen, werden wir gemeinsam zeigen, was uns die Demokratie wert ist.“ Um das Motto "Mit Mut, Respekt und Toleranz. Dresden bekennt Farbe" am 18. Februar sichtbar zu machen, sind alle Dresdnerinnen und Dresdner aufgefordert, an diesem Tag möglichst bunt zu erscheinen. Informationen zu weiteren Veranstaltungen am 18. Februar 2012 unter www.13februar.dresden.de.
Schabbatgottesdienst
- Beginn: 10 Uhr
- Ort: Synagoge Dresden, Am Hasenberg
- Die Jüdische Gemeinde zu Dresden lädt zum traditionellen öffentlichen Schabbatgottesdienst mit Kantor Alexander Nachama und zur anschließenden gemeinsamen Kundgebung auf dem Schlossplatz ein.
Ökumenische Friedensgebete
- Zeit: 10 Uhr
- Orte: St. Markuskirche, Markusplatz,
Martin-Luther-Kirche, Martin-Luther-Platz, Zionskirche, Augsburger Str. 59, Lukaskirche, Lukasplatz, Friedenskirche, Wernerstraße 32
- anschließend Bittgänge für den Frieden von den oben genannten Kirchen im Anschluss an die Friedensgebete gegen 10.30 Uhr zur Dreikönigs- und Kreuzkirche
Podiumsdiskussion „Gedenkkultur-Rechtsradikalismus-Gewaltprävention"
- Beginn: 10 Uhr
- Ort: Unterkirche der Frauenkirche
- Dr. Dierk Borstel, Interdiszipl. Institut für Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld, Gert Hager, Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim, Detlef Graf von Schwerin, ehemaliger Polizeipräsident der Stadt Potsdam und Sohn des Widerstandskämpfers Ulrich-Wilhelm Graf Schwerin von Schwanenfeld in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Deutschlandradio Kultur und der Wochenzeitung DIE ZEIT.
- Eintritt frei, Einlasstickets erforderlich. Hinweise: Wegen der beschränkten Platzverhältnisse hält der Besucherdienst der Stiftung Frauenkirche kostenlose Einlasstickets bereit, die bis zum Tag vor der Veranstaltung am Georg-Treu-Platz 3 bzw. im Besucherzentrum der Frauenkirche im Kulturpalast nachgefragt werden können.
- Die Podiumsdiskussion wird am Freitag, dem 24. Februar, ab 19:07 Uhr in der Sendung „Wortwechsel" in Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt (Frequenz 93,2 in Dresden und im neuen Digitalradio)
Mahnwachen
- Zeit: 11 bis 17 Uhr
- Orte: Frauenkirche, Neumarkt, Himmelfahrtskirche, Altleuben und St. Paulus, Bernhardstraße 42
- Unter dem Motto „Bunt unterwegs für Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe" setzen die christlichen Kirchgemeinden der Stadt mit Gebeten und Mahnwachen ein Signal gegen die an diesem Tag zu erwartenden Aufmärsche von Rechtsextremisten. In Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e. V.
Bunt bewegt - Kultur für Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe
- Zeit: 11.30 Uhr bis 13 Uhr
- Ort: Dreikönigskirche, Hauptstraße 23
- u. a. mit der Band Wunderbundt, Liedermacher Volkmar Funke, Christoph Kuhn, Norbert Arendt, Ulrich Thiem und dem Chor der Semperoper)
- und in der Kreuzkirche, Altmarkt (u. a. mit Sebastian Krumbiegel, Gunther Emmerlich, Wilfried Schulz/ Staatsschauspiel, Georg Wettin, Wolfgang Schaller/Herkuleskeule, Musiker der Philharmonie und der Sächsischen Staatskapelle)
Gemeinsame Kundgebung „Mit Mut, Respekt und Toleranz - Dresden bekennt Farbe"
- Beginn: 13 Uhr
- Die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden lädt gemeinsam mit den Fraktionen des Stadtrates, Vertreterinnen und Vertretern von Wirtschaft und Wissenschaft, Kultur, Sport, Gewerkschaften und Kirchen, mit der Jüdischen Gemeinde und zivilgesellschaftlichen Akteuren alle Bürgerinnen und Bürger zum gemeinsamen kraftvollen Handeln ein.
- Veranstalter: AG 13. Februar
Ausklang und Gesprächsmöglichkeit in der Frauenkirche
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