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Samstag, den 18. Februar 2012 um 22:25 Uhr |
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Über 10.000 Demonstranten, man munkelt es seien zwischen 12.000 und 18.000, machten sich in Dresden auf den Weg, um gegen Rechte Gewalt zu protestieren. Die Route verlief vom Hauptbahnhof, über das Innenministerium und den Bahnhof Neustadt bis zum Haus der Begnungen, beim Roten Baum. +++ mehr
Bei so vielen Menschen ist es kein Wunder, dass die Bahnen und Busse der Dresdner Verkehrsbetriebe große Umleitungen fahren müssen. Zahlreiche Fahrgäste mussten sich darauf einstellen, dass die Fahrpläne nicht eingehalten werden konnten und die Umleitungen größer ausfielen, als manchen recht war. So sind zum Beispiel die Bahnlinien 1 und 2 anstatt Strassburger Platz - Pirnaischer Platz - Postplatz zu fahren, über Strassburger Platz - Lenneéplatz - Hauptbahnhof - Prager Straße - Postplatz verkehrt. So, oder so ähnlich, sah es auf so gut, wie jeder Strecke aus. Aber das nahmen viele Fahrgäste dem gemeinnützigen Ziel, die Stadt von Nazis zu befreien, wegen in kauf. Die Demonstranten sind teilweise seit früh um drei auf Achse und kommen aus ganz Deutschland. Vielleicht hat sich deshalb kein einziger Neonazi in der Stadt blicken lassen. Sie haben in über 100 deutschen Städten Trauermärsche angemeldet, aber nur in Fürth (Region Nürnberg) und Gera kamen welche zusammen. In Gera mussten 100 Polizisten auf gut 20 Nazis aufpassen und in Fürth kamen 'sogar' 50 zu den Großdemonstrationen zusammen. Es sieht so aus, als wäre Dresden zum ersten Mal Nazifrei.




 
 

 

 

 

Text: Max Patzig Fotos: Max Patzig (14); Mike Schiller (7)
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