Wilsdruff.  update - Die Sprengung des ehemaligen Funkturmes verzögerte sich. Mast um 10:20 Uhr gefallen! Die Sprengung zog hunderte Menschen an.

Wilsdruff. Aktuell steht der Mast noch (10:18Uhr). Es gab Verzögerungen. Die Sprengung hat viele Menschen angezogen. Dann um 10:20 Uhr fiel der Mast wie berechnet in seine berechnete Position.

Ehemaliger Sendemast in Wilsdruff am, Sonntag um 10:18 Uhr. Es gab Verzögerungen. Foto: LeserfotoEhemaliger Sendemast in Wilsdruff am, Sonntag um 10:18 Uhr. Es gab Verzögerungen. Foto: Leserfoto

Ehemaliger Sendemast in Wilsdruff am, Sonntag um 10:20 Uhr. Es gab Verzögerungen.   Foto: LeserfotoEhemaliger Sendemast in Wilsdruff am, Sonntag um 10:20 Uhr. Es gab Verzögerungen. Foto: Leserfoto

Ehemaliger Sendemast in Wilsdruff am, Sonntag um 10:20 Uhr. Es gab Verzögerungen.   Foto: LeserfotoEhemaliger Sendemast in Wilsdruff am, Sonntag um 10:20 Uhr. Es gab Verzögerungen. Foto: Leserfoto

Video von der Sprengung des Mastens ( Video eingebunden von Facebook)

Die Stunden des Funkturms von Wilsdruff sind gezählt. Am Sonntag, 1. August, um 9.45 Uhr fällt der Mast, kündigte die Firma Media Broadcast per Pressemeldung mit. In einem Radius von etwa 300m rund um den Sendemast wird ein Sperrbereich eingerichtet. Der Abriss erfolgt durch das Zünden von sogenannten Schneidladungen, die an den beiden Pardunen in nordöstlicher Richtung angebracht werden und diese in Sekundenbruchteilen durchtrennen, so Media Broadcast. Durch den Sperrunradius ist auch die A4 betroffen! 

 Ehemaliger Wilsdruffer Funkturm fällt am Sonntag!  Foto: LeserfotoEhemaliger Wilsdruffer Funkturm fällt am Sonntag! Foto: Leserfoto

Wie geht es weiter?

„Das Antennenhaus, auf dem die Antenne montiert ist, befindet sich im Eigentum der Deutschen Funkturm GmbH (DFMG). Der Antennenmast gehört der Media Broadcast GmbH, das Gelände ist in privatem Besitz.“ Die Sendetechnik im Antennenhaus geht an den Technikverein Sender Wilsdruff. Ein Stück Antenne soll dem Förderverein Funkturm in Wilsdruff überlassen werden.

Warum erfolgt der Abriss?
„Die Antennenanlage ist seit 2013 für den Rundfunk nicht mehr nutzbar. Anderweitige Funknutzungen sind durch die Art der Antennenanlage ausgeschlossen. Der Unterhalt der Anlage verursacht jährlich nicht gedeckte Kosten in sechsstelliger Höhe. Media Broadcast hat seit Anfang 2019 allen Interessierten mitgeteilt, dass man nach Vorlage eines tragfähigen alternativen Nutzungskonzeptes bereit wäre, über einen Verkauf zu sprechen. Ein interessierter Käufer hätte dabei in der Lage sein müssen, die Kaution, die für die Kosten eines späteren Rückbaus beim Eigentümer des Grundstücks hinterlegt worden ist – 350.000 Euro – aufzubringen.

Darüber hinaus hätte er bereit sein müssen, jährlich einen sechsstelligen Betrag aufzubringen, der die Kosten für Miete, Wartung und Unterhalt abdeckt. Dazu war jedoch keiner der potenziellen Interessenten in der Lage, deshalb ist der Rückbau alternativlos.“

 Ehemaliger Wilsdruffer Funkturm fällt am Sonntag!  Foto: Andre Schramm (Archiv)Ehemaliger Wilsdruffer Funkturm fällt am Sonntag! Foto: Andre Schramm (Archiv)

Technische Details zum Mast:
• Selbsttragender Stahlrohrmast, Höhe 153m, Durchmesser ca. 1,4m, Gewicht ca. 110t
• Abgespannt mit jeweils zwei Pardunen (dicke Stahlseile) in einer Höhe von 60m und 120m nach drei um jeweils 120° versetzten Seiten. Jede Pardune endet in einem eigenen, massiven Betonfundament.
• Der Fuß des Mastes steht auf einem Isolator auf dem sogenannten Antennenhaus
• Erbaut wurde der Mast 1953 zur Aussendung von Radiosendungen über Mittelwelle, 2013 erfolgte die Beendigung des Sendebetriebes und Stilllegung des Standortes

 Quelle: Media Broadcast