Die Deutsche Marktgilde eG betreibt weiterhin die städtischen Wochenmärkte. Mit Vergabe der Konzession für den Zeitraum 2026 bis 2029 sorgt die Landeshauptstadt Dresden für einen verlässlichen Weiterbetrieb und erhält die Wochenmärkte als lebendige städtische Treffpunkte. Wegen allgemeiner Kostensteigerungen müssen die Standgelder erstmals seit 2001 angepasst werden. Insgesamt gibt es zwölf Wochenmärkte im gesamten Stadtgebiet, zum Beispiel auf dem Alaunplatz oder an der Lingnerallee. Sie finden je nach Standort an ein bis drei Tagen pro Woche statt.sstand.
Anstehen beim "Käse Maik" © MeiDresden.de
Welche Wochenmärkte gibt es in Dresden?
| Markt | Wochentag | Uhrzeit |
|---|---|---|
| Alaunplatz | Donnerstag | 9 bis 17 Uhr |
| Alaunplatz | Samstag | 8 bis 13 Uhr |
| Bönischplatz | Mittwoch | 9 bis 14 Uhr |
| Bauernmarkt Königstraße | Samstag | 9 bis 13 Uhr |
| Hellerau | Freitag | 8 bis 14 Uhr |
| Jacob-Winter-Platz | Mittwoch | Freitag | 9 bis 17 Uhr |
| Kopernikusstraße | Donnerstag | 8 bis 17 Uhr |
| Münchner Platz | Mittwoch | 8 bis 13 Uhr |
| Reißigerstraße | Dienstag | 9 bis 16 Uhr |
| Sachsenmarkt Lingnerallee | Freitag | 8 bis 16.30 Uhr |
| Schillerplatz | Dienstag | Donnerstag | 9 bis 17 Uhr |
| Schillerplatz | Samstag | 8 bis 12 Uhr |
| Stralsunder Straße | Donnerstag | 8 bis 16 Uhr |
| Wasaplatz (Markt findet nur vom 1.2. bis 15.11.2026 statt) | Donnerstag | 9 bis 17 Uhr |
Umstrukturierung der Standgelder ab 1. Februar 2026
Mit der Neuvergabe ist eine Anpassung und Umstrukturierung der Standgelder seit 1. Februar 2026 verbunden – nach rund 25 Jahren stabiler Entgeltstruktur. Künftig gelten neue, nach Kategorien gestaffelte Preise, die unter anderem Nachhaltigkeitsaspekte stärker berücksichtigen, wie den Umgang mit Verpackungen und Maßnahmen zur Abfallreduzierung. Der Quadratmeterpreis steigt für alle Anbieterinnen und Anbieter von Nahrungsmitteln, Blumen und Pflanzen von 1,60 Euro auf 2,00 Euro netto. Für andere Sortimente sowie für Imbissstände beträgt der Preis bis zu 2,30 Euro pro Quadratmeter. Auch nach der Erhöhung liegen die Standgelder weiterhin unter dem Niveau anderer sächsischer Großstädte.
Sachsenmarkt (Lingnermarkt immer Freitags) Foto: © MeiDresden.de
Wochenmärkte oft wichtiger Bestandteil des Innenstadtbesuchs
Im März 2025 führte die STESAD im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden eine Besucherumfrage durch. Ziel war es, zu untersuchen, wie Wochenmärkte zur Belebung der Dresdner Innenstadt beitragen können. Untersetzt wurde die Studie mit einer Marktforschung, bestehend aus Experteninterviews, Workshops, Befragungen von Händlerinnen und Händlern sowie einer Umfrage für Bürgerinnen und Bürger online und vor Ort. An der Umfrage nahmen insgesamt 505 Personen teil.
Rund zwei Drittel der Befragten besuchen regelmäßig einen innerstädtischen Wochenmarkt, davon 30 Prozent einmal wöchentlich. Ausschlaggebend für den Besuch sind vor allem die Regionalität und Nachhaltigkeit der Waren sowie deren Qualität und Frische, ergänzt durch das besondere Flair der Märkte. So wurden am Sachsenmarkt auf der Lingnerallee besonders die gute Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Nahverkehr und das Erscheinungsbild positiv bewertet. Beim Bauernmarkt an der Königstraße überzeugten vor allem der Standort und die Sauberkeit. Gleichzeitig zeigt die Umfrage Entwicklungspotenziale auf. Gewünscht werden insbesondere mehr Sitz- und Verweilmöglichkeiten und eine bessere Möglichkeit zur bargeldlosen Zahlung. Zudem verdeutlichen die Ergebnisse, dass Wochenmärkte – insbesondere der Bauernmarkt – für viele Besucher ein wichtiger Bestandteil des Innenstadtbesuchs sind und häufig mit weiteren Einkäufen oder Aufenthaltsangeboten verbunden werden.
Die Studie wurde aus dem Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren (ZIZ)“ finanziert. Es unterstützt Städte und Gemeinden dabei, attraktive und zukunftsfähige Zentren zu entwickeln bzw. zu erhalten.
Quelle: Landeshauptstadt Dresden