Die Rödertalbienen haben nach der unerwarteten Heimniederlage gegen Mainz auswärts eine souveräne Vorstellung gezeigt. Beim Tabellen-Zwölften HSG Freiburg siegte der HC Rödertal in der 2. Handball-Bundesliga deutlich mit 40:21 (21:9) und festigte den Platz in der Spitzengruppe. Beste HCR-Werferinnen waren Arwen Gorb (9 Tore) sowie Natascha Foley (6) und Leila Ott (5).
„Ich bin froh, dass die Mannschaft nach dem Spiel gegen Mainz eine so deutliche Reaktion gezeigt hat. Wir haben das Spiel von Anfang an bestimmt und über 60 Minuten dominiert“, sagte HCR-Cheftrainerin Maike Daniels und bilanzierte vor allem eine Rückkehr zu alter Stärke in der Abwehr: „Besonders freut mich, dass wir in der Defensive unsere Struktur beibehalten und unsere Aufgaben erledigt haben.“
Siegerfoto HC Rödertal gegen HSG Freiburg. Foto: HC Rödertal
Bei den selbsternannten Freiburger Spatzen kam der HCR schnell und gut ins Spiel, obwohl mit Torhüterin Larissa Schutrups, Mor Shaul und Alicja Pekala gleich drei Leistungsträgerinnen fehlten. Die 2:1-Führung der Breisgauerinnen, die zuletzt mit einem 28:27-Auswärtssieg in Regensburg überraschten, wandelte Arwen Gorb mit drei Treffern in Serie in eine 4:1-Führung der Bienen um. Egal, ob der Gegner eine 6:0- oder eine 3:2:1-Deckung stellte, der HCR hatte im Angriff immer die bessere Lösung.
„Die Deckung agierte geschlossen“
Und hinter der wieder aggressiven und beweglichen HCR-Abwehr entschärfte Ann Rammer die gegnerischen Bälle nach Belieben. „Egal, in welcher Aufstellung, die Deckung agierte geschlossen“, lobte die Bienen-Chefin Maike Daniels. Nach einer Viertelstunde sorgte Bo Dekker von der Siebenmeterlinie zum 10:5 für die erste Fünf-Tore-Führung. Nach 23 Minuten schraubte die agile Natascha Foley die Führung auf 15:8. Mit nur neun Gegentoren ging es in die Kabine. Das war ganz nach dem Geschmack der Cheftrainerin, die nach der Mainz-Niederlage die mangelhafte Deckung und auch die Chancenverwertung monierte.
In der zweiten Halbzeit gab es null Spannungsabfall. Der HCR trat im Stil einer Spitzenmannschaft auf: dominant, resolut und spielfreudig. Den ersten 15-Tore-Vorsprung gab es dank Eleonora Stankovic nach 35 Minuten. Sechs Minuten später stellte Geburtstagskind Leila Ott mit ihrem Treffer auf 28:13. Und die Bienen waren weiterhin fleißig. Rozemarijn Alderden leitete die Crunchtime mit dem 33:17 (51.) ein. Da bekam dann auch Joleen Schneider im Tor, so wie alle im Team, ihre Spielanteile. Den Schlusspunkt mit dem 40. Treffer setzte dann erneut die Niederländerin.
Der HCR spielte mit: Ann Rammer und Joleen Schneider im Tor; Rozemarijn Alderden (3), Lena Smolik (2), Isabel Wolff (2), Arwen Gorb (9), Bo Dekker (4/2), Vanessa Huth, Anna Franková (1), Leila Ott (5), Zoe Davenport (2), Eleonora Stankovic (3), Jasmin Eckart, Natascha Foley (6), Lea Grießer (3)
Quelle : HC Rödertal